Mittwoch, 12. Februar 2014

{Short Stories#2} Freundschaft


Als ich das Motto der Short Stories für den Monat Februar gelesen habe sind mir direkt ganz viele Gedanken durch den Kopf geschossen. Ich habe an Freundinnen gedacht, die ich bereits seit der Schulzeit habe, an Freundschaften, die kaputt gegangen oder eingeschlafen sind, an Freundinnen, die ich nur ein paar Mal im Jahr sehe, wir aber sofort einen Draht zueinander habe,… .

Dann habe ich aber direkt gedacht: Möchte ich darüber auf meinem Blog schreiben? Ist mir das nicht zu privat und persönlich? Ich habe mir ein paar Notizen gemacht und beschlossen, ein paar Tage in Ruhe darüber nachzudenken. Und das habe ich wirklich gemacht. Immer wieder sind mir diverse Freundschaften durch den Kopf gegangen.  Ich habe daran gedacht, wie sich manche Freundschaften im Laufe der Jahre verändert haben und ich habe gegrübelt, warum ich kaum männliche Freunde habe. 
Irgendwann sind  mir dann mein Poesiealbum und mein Freundebuch aus der Schulzeit wieder eingefallen. Ich habe sie sofort hervorgekramt und angefangen zu schmökern. 



Es war so schön, in Erinnerungen zu schwelgen. Mit einigen, die in diese Büchlein geschrieben haben, bin ich heute noch befreundet, an viele kann ich mich noch gut erinnern, an andere wiederum habe ich jahrelang nicht gedacht. Sehr oft musste ich beim Lesen schmunzeln, zum Beispiel über den Eintrag meines Grundschulfreundes in  mein Poesiealbum:

„Wenn meine Hand im Grabe ruht,
und ist schon längst verwesen,
so kannst du hier in diesem Buch,
noch meine Handschrift lesen."

Und das mit neun Jahren.  :-)

Auch mein Grundschullehrer hatte sich in mein Freundebuch eingetragen. Als Lieblingsbuch nannte er „Ansichten eines Clowns“ von Heinrich Böll. Als Kind wollte ich das Buch auch unbedingt einmal lesen, weil ich dachte, dass muss ein lustiges Buch sein. Jahre später, als mir mein Freundebuch wieder einmal in die Hände gefallen ist, habe ich das Buch tatsächlich gelesen und es hat mir sehr gut gefallen (auch wenn es nicht lustig ist).

Interessant war es auch, die Berufswünsche in meinem Freundebuch zu lesen. Die Mehrzahl der Mädchen wollte Sekretärin oder Kindergärtnerin werden, bei den Jungs war es schon breiter gestreut, von Autoschlosser, Bauer, Lokführer über Pilot bis hin zu „Standmän“.
Als Lieblingsmusiker stand David Hasselhoff ganz hoch im Kurs, Lieblingslied bei den meisten war „Lambada“. Ja, das waren noch Zeiten. Ich hatte damals sogar mit ein paar Freundinnen einen „David-Hasselhoff-Fanclub“ gegründet. 

Hattet ihr damals auch Poesiealben und Freundschaftsbücher und wenn ja, habt ihr sie noch? Falls ja, schaut mal rein, es hat wirklich Spaß gemacht einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Liebe Bine, liebe Andrea, vielen Dank für den tollen Gedankenanstoß. Weitere Short Stories findet ihr hier.

Kommentare:

  1. Oh, wie wunderbar. EIn Freundbuch. In mein altes schaue ich auch noch sehr gern rein. David Hasslehoff, ja, der war schon ziemlich der Renner.
    Ansichten eines Clowns ist eines meiner Liebsten Bücher und wenn ich heute in ein Freundebuch schreiben dürfte, würde ich genau das auch angeben.
    LG, Anie

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  2. Vielen Dank für den netten Kommentar!

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Vielen Dank für eure Kommentare, wir freuen uns über jeden Einzelnen sehr!
Gerne schauen wir auch bei euch vorbei, schaffen es jedoch nicht immer, aber wir geben unser Bestes!

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