Montag, 24. Februar 2014

{Mama-Talk} Die Abschaffung der Hebammen

Heute habe ich bei Mama-Talk ein ernstes Thema, welches mir aber sehr am Herzen liegt. Einige von euch haben es bestimmt schon mitbekommen, da immer mehr Medien und auch Blogs über diese Problematik berichten:
Ab dem Sommer 2015 gibt es für Hebammen keine Haftpflichtversicherung mehr. Ohne Versicherung dürfen freiberufliche Hebammen aber nicht arbeiten. 
Was bedeutet das für Schwangere, junge Mütter, Familien?
Die Betreuung durch eine freiberufliche Hebamme außerhalb des Krankenhauses wird es dann nicht mehr geben.
Ich selbst hatte bei meiner Tochter eine Hebamme, die mich vor und nach der Geburt in ihrer Praxis bzw. zu Hause betreut hat. Obwohl unsere Tochter ein sehr pflegeleichtes Baby war, hätte ich auf diese Betreuung dennoch nicht verzichten wollen. Gerade beim ersten Kind hat man so viele Fragen, Ängste, Unsicherheiten... ich war froh, jemanden an meiner Seite zu wissen, der mir Hilfestellung geben kann, den ich bei Problemen anrufen kann und der in Notfällen auch spontan bei mir zu Hause vorbeikommt. 
Mich regt dieses Thema sehr auf, denn von allen Seiten wird beklagt, dass in Deutschland nicht genügend Kinder geboren werden, trotz Elternzeit, Elterngeld, Ausbau der Kita-Plätze, ... . Tja, liebe Politiker, vielleicht reicht das alleine nicht aus, denn die Entscheidung für ein Kind ist nicht allein und schon gar nicht in erster Linie abhängig von finanziellen Fragen und Betreuungsmöglichkeiten. Ich habe eher den Eindruck, dass Kinder und Familien in unserer Gesellschaft  - ebenso wie die Arbeit der Hebammen - einfach nicht mehr genügend wertgeschätzt werden.

Was kann man tun um den Hebammen zu helfen?
Ihr könnt zum einen diese Online-Petition unterschreiben.
Viele Hebammen sind jedoch der Meinung, dass das leider nicht reichen wird, auch wenn es natürlich schön ist, dass sich viele Menschen mit den Hebammen solidarisieren. 
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, als Schwangere zu klagen, wenn man keine Hebamme findet. Einen ganz tollen und informativen Beitrag zu dem Thema findet ihr bei der Juramama.
Wenn euch das Thema auch so sehr am Herzen liegt, würde ich mich freuen, wenn auch ihr die Petition unterschreibt.

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